Der Klimawandel und die Artenkrise zählen zu den größten Herausforderungen der jetzigen Zeit. Beide lassen sich dabei nicht trennen, denn beide hängen unmittelbar voneinander ab und lassen sich nur gemeinsam lösen.

Fridays for Future mobilisiert wöchentlich tausende junge Menschen und die Mitgliederzahlen der Jugendumweltverbände in NRW steigen jährlich. Doch viel zu selten arbeiten Klima- und Naturschützer*innen Hand in Hand. Im Projekt Climate Action for Nature möchten wir junge Klima- und Naturschützer*innen zusammenbringen, gemeinsam auf die Probleme aufmerksam machen und selbst mit Naturschutzeinsätzen praktisch etwas gegen die Klima- und Artenkrise tun. Wir möchten auf junge engagierte Menschen zugehen, diese vernetzen und eine Gruppe wachsen lassen, die gemeinsam Demonstrationen, Flashmobs und andere Aktionen organisiert und auch selbst anpackt. Bei den Demos und Flashmobs unterstützen wir diese Gruppe organisatorisch, erarbeiten mit ihnen eine Checkliste zum Organisieren von Demos und statten sie mit „Demo-Kits“ aus. Zusammen möchten wir gleichzeitig Naturschutz- oder Pflegeeinsätze durchführen und beispielsweise Bäume und Hecken pflanzen, insektenfreundliche Wiesen anlegen und so die Artenvielfalt und den Klimaschutz bei uns in NRW voranbringen. Insbesondere umweltinteressierte Gruppen, die bisher noch keine Erfahrung mit Naturschutzeinsätzen haben, möchten wir an die Hand nehmen und bei der Organisation und Beschaffung des benötigten Materials wie Spaten, Pflanzen und Samen unterstützen. Anknüpfungspunkte bieten da die 130 Ortsgruppen im größten Jugendumweltverband NRWs: der NAJU. Gleichzeitig möchten wir die jungen Umweltschützer*innen mit engagierten jungen Menschen aus verschiedenen Teilen der Zivilgesellschaft ins Gespräch bringen, die weniger Berührungspunkte mit Umwelt- und Naturschutz haben. Dies können beispielsweise Gespräche mit den Jugendverbänden der Kirchen, Gewerkschaften und der Landwirtschaft sein. Zu den Kommunalwahlen in NRW im Herbst 2020 soll die Projektgruppe gemeinsame Forderungen an die Politiker*‘innen erarbeiten und Podiumsdiskussionen zu den Schwerpunkten Landwirtschaft, Artenvielfalt und Klimawandel organisieren. Mit dem Projekt möchten wir junge Menschen weiter für den Klimawandel und das Artensterben sensibilisieren und eine Gruppe junger Natur- und Klimaschützer*‘innen stärken, die sich langfristig für das Klima und die Natur einsetzt. Durch die Naturschutzeinsätze soll NRW artenfreundlicher werden und den Gruppen Möglichkeiten für den effektiven Klimaschutz vor Ort gezeigt werden.

Bei Interesse wendet euch direkt an Nils Magin, ihr erreicht ihn unter Tel.: 015734568408 und E-Mail: nils.magin@naju-nrw.de

Das gesamte Wochenende über haben wir anlässlich des internationalen Coastal Cleanup Days Aufräumaktionen veranstaltet. Dabei kam, trotz großer Cleanups in den letzten Wochen, fast eine Tonne Müll zusammen. Zum Vergleich: Im letzten Jahr wurden bei den Trashbusters Cleanups in ganz Deutschland insgesamt 2,9 Tonnen gesammelt. Die mehr als 200 Helfer in diesem Jahr fanden in den Gewässern und an den Ufern alte Reifen, Schuhe und auch eine Küchenmaschine. Auffällig war aber besonders die Anzahl der Zigarettenkippen, die an allen 12 Standorten in großen Mengen gefunden wurden. Auch ein verloren geglaubtes Portemonnaie konnte den Weg zurück zu seinem Besitzer, statt in die Weltmeere finden.

„Das Interesse an solchen Aktionen steigt merklich – Ein Teilnehmer ist sogar 50 km weit angereist, weil es bei ihm in Herne keine Aktion gab“, berichtet Fabian Gärtner, NAJU-Leiter beim NABU Hagen. Besonders Familien mit Kindern engagieren sich zunehmend für den Umweltschutz. Damit hat die NAJU NRW ihr Projektziel, vor allem den Jüngsten die Auswirkungen ihres Handelns auf die direkte Umwelt aufzuzeigen, erreicht. Unterstützt wurde das Projekt „Trashbusters NRW – das gehört da nicht R(h)ein“ von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

Und neben den messbaren Erfolgen konnten die Teilnehmer auch ein gutes Gefühl mit nach Hause nehmen: „Von vorbeifahrenden Radfahrern oder Joggern einfach ein lautes Danke zu hören unterstreicht nochmal wie gut solche Aktionen ankommen“, betont Lina Hilsmann, Projektkoordinatorin der Trashbusters NRW.

TRASHBUSTERS NRW 2

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