Die NAJU Ahlen wurde mit dem nach Dr. Hermann-Klingler benannten Preis ausgezeichnet. Der NABU NRW verleiht jährlich diesen Preis in Gedenken an sein langjähriges früheres Vorstandsmitglied. Dr. Hermann Klingler lag das engagement junger Menschen immer sehr am Herzen.

Die NAJU Ahlen bewarb sich mit ihrem Beitrag zur „Trahsbusters“-Aktion des NAJU-Bundesverbandes für den mit 500 € dotierten Preis. Ziel dieser Aktion war das Aufspüren und beseitigen wilden Mülls. Die Ahlener setzten dieses Thema hervorragend um, indem sie z.B. Grundschüler für das Thema Müllvermeidung und Mülltrennung sensibilisierten oder Müllsammelaktionen organisierten. Die „Trashbusters“-App half ihnen sich zu vernetzen und Müll-Hotspots zu beseitigen. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit konnten auch Nichtmitglieder für die Aktion gewonnen werden.

Die Jury betont, dass nicht nur diese Aktion sondern die langjährige kontinuierliche Arbeit im Kinder- und Jugendbereich förderungswürdig sind.

Die Ahlener NAJU besteht seit 1988. In den frühen 90er Jahren sanierten die jungen Naturschützer durch Einsatz unzähliger ehrenamtlicher Arbeitsstunden und durch Spenden ein altes Pumpenhaus, das bis 2013 als ihr Vereinsheim diente.

Aktuell engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aller Altersgruppen in Ahlen. Die „Naturentdecker“ sind eine Gruppe im offenen Ganztag für 6-10-Jährige. Die Kindergruppe der 11-14-Jährigen engagiert sich u.a. in der Kopfbaumpflege oder bei der Obsternte. In der Jugendgruppe treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene, die z.T. mittlerweile auch selbst eine Kindergruppe betreuen. Zum Themenspektrum zählen u.a. Steuobstwiesen- und Kopfbaumpflege, Saftproduktion, eine Pflegepatenschaft für das Naturschutzgebiet Düppe und die Umweltbildung.

Christian Volk

Bericht in der WDR Lokalzeit Münsterland, 27.02.14

Website der NAJU Ahlen

 

Klingler-Preis NAJU Ahlen - Lokalzeit   Trashbusters NAJU Ahlen

Nationalpark Teutoburger Wald ist wichtiger Beitrag zum Naturschutz

Schwarzstorch, Foto: F.Grawe

06. Juni 2012 - Der NABU und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heute dazu auf, grünes Licht für einen zweiten Nationalpark in Nordrhein-Westfalen zu geben. In einem gemeinsamen Brief forderten NABU-Präsident Olaf Tschimpke und BUND-Vorsitzender Hubert Weiger die rot-grüne Landesregierung auf, sich in der kommenden Legislaturperiode dafür einzusetzen, den Teutoburger Wald zum Nationalpark zu erklären und so einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt zu leisten. „Mit diesem Schritt würde Nordrhein-Westfalen wichtige Impulse für den Naturschutz in Deutschland setzen, die weit über die Landesgrenzen hinaus wirken“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Für die Gründung des Nationalparks wurden in den vergangenen Jahren wichtige Vorarbeiten geleistet. Das geplante Gebiet mit 5.127 Hektar Buchenwald-Lebensraumtypen liegt in den Kreisen Lippe, Höxter und Paderborn, ist wenig zersiedelt und nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU geschützt. Die international herausragende Bedeutung des Teutoburger Waldes für den Naturschutz liegt in der Verbindung der Wälder mit Felsen und Höhlen sowie großflächigen Sandböden im Mittelgebirge. „Alte und naturnahe Buchenwälder, wie der Teutoburger Wald, gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Welt. Für ihren Schutz tragen wir in Deutschland eine besondere Verantwortung“, erklärte Weiger.

Hallo! Ich heiße David Lewandowski und komme aus Willich. Ich bin 19 Jahre alt und habe gerade meine Schulzeit mit dem Abitur erfolgreich beendet.

Bis jetzt weiß ich noch nicht genau, was ich studieren möchte oder welchen Beruf ich einmal ausüben möchte. Daher sehe ich den Bundesfreiwilligendienst einerseits als Chance sich zu orientieren. Andererseits finde ich es sinnvoll für den Schutz der Natur Engagement zu zeigen und andere von diesem Vorhaben zu überzeugen.

Deshalb habe ich mir die NAJU als Arbeitgeber ausgesucht und freue mich auf ein interessantes Jahr mit unterschiedlichen Eindrücken.

David Lewandowski klein

Teilnahme von 150.000 Kindern und Jugendliche erwartet

Am Freitag den 13.9. findet die Kinder- und Jugendwahl U18 statt. Bundesweit können an diesem Tag alle jungen Menschen unter 18 Jahren wählen. Die Stimmzettel sind fast identisch zur „echten“ Bundestagswahl. Angemeldet als Wahllokal haben sich in den letzten Monaten rund 1.400 Jugendzentren, Jugendverbände und Schulen, davon mehr als 200 in NRW.

U18-Wahl

Die „Die U18-Wahl ist nicht nur eine schöne Aktion, um jungen Menschen das Wählen näher zu bringen, sie ist auch eine politische Forderung“, verdeutlicht Hanno Krüger vom Vorstand des Landesjugendrings NRW die Bedeutung des Projekts. „Wir wollen, dass die Interessen junger Menschen für Politik eine größere Rolle spielen und sie stärker in demokratische Prozesse eingebunden werden.“

An vielen Orten gibt es in dieser Woche über den Wahlvorgang hinaus ein buntes Programm mit Diskussionsrunden und Wahlpartys. Die U18-Wahl ist ein guter Anlass für politische Bildung.

Am Wahltag werden in einer U18-Wahlsendung, die von 18.00 bis 19.30 Uhr im Livestream auf www.u18.org gesendet wird, die ersten Zwischenergebnisse präsentiert. Das Endergebnis wird spätestens am Montag veröffentlicht, so dass noch vor der Bundestagswahl feststeht, wie junge Menschen entschieden hätten.

Die Organisatoren der U18-Bundestagswahl für Kinder und Jugendliche erwarten eine Wahlbeteiligung von rund 150.000 Kindern und Jugendlichen. Bei der letzten U18-Bundestagswahl gaben knapp 127.000 Kinder und Jugendliche ihre Stimme ab.

 Auch diesen Oktober fand in Leichlingen der Obstmarkt statt, der in jedem Jahr mehrere Tausend Besucher anlockt und ein großes Spektrum von Obstständen über Kunsthandwerk anbietet.

Auf einer solchen Veranstaltung dürfen Natur- und Umweltschutz selbstverständlich nicht fehlen. NABU und NAJU waren auch in diesem Jahr vertreten und gaben interessierten Besuchern die Möglichkeit sich über Streuobstwiesen, Obstwege, Baumpatenschaften und „alte“ Apfelsorten zu informieren, die es in keinem Supermarkt mehr zu kaufen gibt. Da werfen sich nicht nur die Äpfel in Schale...

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Besonders die älteren Besucher waren von den Äpfeln angetan, die sie aus ihrer Jugend kannten und stellten diese ihren Enkeln vor. Geschmacksexperten konnten ihren feinen Gaumen unter Beweis stellen und unter anderem den saftigen Gravensteiner probieren.

Für die kleineren Besucher gab es auch ein vielfältiges Angebot über das JugendUmweltMobil. Aus verschiedenen Naturmaterialien wie Kastanien, Holunderholz und Hagebutten konnten Bastler Figuren oder Ketten herstellen, mit Wasserfarbe verschönern und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ob sägen, kleben oder  bohren, der Fantasie wurden keine Grenzen gesetzt.

Zur Begleitung des JugendUmweltMobils waren auch dieses Mal unsere FÖJ’ler Jessica und Marius dabei. „Die Kinder haben wie verrückt gebastelt, Mädchen malten am Liebsten die Holunderholzketten an und Jungen kreierten Kastanienmenschen. Da haben einige Eltern neue Talente ihrer Kinder entdeckt“.

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Große und kleine Besucher des Obstmarkts waren sich einig: Bei schönem Wetter über den Markt zu schlendern und eine erfolgreiche Pause mit Basteln zu verbringen ist Spaß für jung und alt.

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Wir freuen uns auf den Obstmarkt im nächsten Jahr!

 

Bericht und Fotos: Tamara Reuter

Vorstand 2014  Am 26. April hat die NAJU NRW ihren Vorstand gewählt und ist jetzt mit neuen und alten Gesichtern wieder aufgestellt.
Unser Vorstandsvorsitzender Christian Volk bleibt weiterhin in seinem Amt. Unser ehmaliger Landesjugendsprecher Florian Müller ist in eine Beisitzerposition gewechselt und hat so David Pannock diesen Posten überlassen. Zudem ist Sabine Hering von der NAJU Ahlen neue Landesjugendsprecherin geworden. Unser Kassenwart Robert Bechlin bleibt noch in seiner Position. Als weitere Beisitzer sind nun auch Julia Overwaul von der NAJU Ahlen, sowie Fabian Karwinkel aus Hamm mit dabei. Lea van der Linde und Julia Bohnet bleiben uns auch noch als Beisitzerinnen erhalten.

Die Kinder - und Jugendinitiative im Bezirksverband d. Kleingärtner Castrop/ Waltrop und die Naju Ortsgruppe Castrop waren beim Castroper Frühlingsmarkt mit Angeboten rund um den Naturschutz und Kleingarten vertreten. Kinder konnten etwas über die Vögel und Bienen erfahren, Erwachsene etwas über Pflanzen und Kräuter. Nicht nur die Kinder waren begeistert beim Bau eines Nistkasten oder einer Ohrwurmbehausung. Nein, auch die Erachsenen waren begeistert dabei und hatten Spass. Es wurde gemalt, gebastelt und Blumen eingetopft. Und alles für einen guten Zweck. Der Erlös von 300,-€ aus den gespendeten Blumen der Gärtnerei Fischer in Datteln und anderen Spenden, läßt die Realisation einer Ferienbildungsfreizeit für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren im Kanukamp Lingen in diesem Sommer, einen Schritt näher kommen. Geplant ist eine 9 tägige Freizeit mit viel Spass und Abenteuer. Aber auch die Bildung kommt bei diesem Programm nicht zu kurz. So werden die kleinen Forscher im Kanu und bei Exkursionen die Natur erkunden. Damit der Elternbeitrag nicht zu hoch ist fehlen uns noch 2080,-€.
Wer Interesse hat mitzumachen oder uns zu unterstützten meldet sich bitte bei Frau Bröder unter 0176/32407008 oder www.ki-ju-initiative.de

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Und genau aus diesem Grund kamen in der Woche vom 14. bis 21. Oktober 2013 Naturschützer von der Partnerorganisation SPNI (Society for the Protection of Nature in Israel) zur NAJU nach Deutschland- genauer gesagt nach Nordrhein- Westfalen. Eine Woche lang standen die 10 Israelis im Austausch mit deutschen Umweltschützern über das Thema „Reduce, Reuse, Recycle!“, die ihnen die Arbeit und die Projekte der NAJU vorstellten. Der Fach-kräfteaustausch fand nun schon das zweite Mal in Deutschland statt und diente der Inspiration und Aufklärung, wie Umweltschutz und Umweltbildung im jeweiligen Land funktioniert oder verbessert werden kann.

Organisiert wurde der Besuch vom Bundesverband der NAJU durch Eva Ressel.

Die israelische Umweltorganisation SPNI ist mit ungefähr 75.000 Mitgliedern ebenso groß wie die NAJU in Deutschland. Jedoch auf die Einwohnerzahl des Landes bezogen, hat diese eine weitaus größere Verbreitung, denn im Vergleich zu Israel hat Deutschland fast zehnmal so viele Einwohner. Dadurch ist es der Organisation möglich, größere Projekte zu bewältigen, wie z.B. die Bevölkerung sensibler für das Thema Mülltrennung zu machen. Sie bringen schon früh den Kindern dieses Problem in den Schulen näher. Mit dem Ziel, dass dieses Wissen an die Eltern weiter getragen wird.

 

Zu Beginn kehrte der internationale Besuch, nach einer langen Anreise, in der Landesgeschäftsstelle der NAJU Nordrhein- Westfalen in Düsseldorf ein, wo sich israelische und deutsche Austauschpartner kennen lernten und das Wochenprogramm besprachen. Denn schon am Dienstagmorgen ging es mit einer kurzen Vorstellung der Organisationen NABU und NAJU durch Josef Tumbrinck und Christian Volk los. Am selben Nachmittag trafen sich alle wieder, um gemeinsam an einer konsumkritischen Stadtführung in der Düsseldorfer Innenstadt teilzunehmen. Dazwischen bot sich die Möglichkeit, einen nah gelegenen Karnevalshop auf eigene Faust zu erkunden.

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Dienstag und Mittwoch ging es nach Aachen zu einer Möbel-Recyclingfirma die unter dem Motto: „aus Alt mach Neu!“ alte Möbelstücke repariert und restauriert, um diese erneut zu verkaufen. Anschließend stellte die NAJU Aachen ein Schulprojekt zum Thema „Naturschutz“ vor, bei dem ein Schulgarten angelegt wurde, welcher lediglich von Grundschülern betrieben wird. Gerade hier fand ein interessanter Austausch statt, da SPNI ebenfalls Kooperationsprojekte mit Schulen unterstützt und auch schon Projekte betreibt.

Am Freitag erwartete die israelische Delegation in Köln, passend zu ihrem Großprojekt im Heimatland, eine Führung durch eine Restmüllverbrennungsanlage. Aber natürlich durfte das kulturelle Programm auch nicht zu kurz kommen, daher gab es den obligatorischen Besuch im Kölner Dom.

Da die Zeit in Deutschland nur so kurz war, führte das straffe Programm die Teilnehmer am Samstag nach Essen, wo die israelischen Gäste auf den Streuobstwiesen bei der Apfelernte helfen durften um schließlich eigenen Saft zu pressen. Später gab es noch ein Treffen mit Carola De Marco, die sowohl das JUM (JugendUmweltMobil) als weitere Möglichkeit der Umweltbildung vorstellte, als auch erneut das Thema Recycling aufgriff. Hierbei durften auch wieder alle selber anpacken und ihr eigenes Papier schöpfen.

Die gesamte Woche war ein voller Erfolg und wurde von interessanten Gesprächen und noch weiteren, tollen Erfahrungen, wie z.B. den Brauhäusern in Düsseldorf und Köln, begleitet. Und nach dieser tollen Zeit, freuen wir uns schon sehr darauf, wenn es für uns Anfang 2014 heißt: „‘Tschüss Deutschland! Shalom Isreal!“

Klara Bonus und Christian Volk